Ko Phangan liegt 60 km nordöstlich des thailändischen
Festlandes. Sie ist die zweitgrößte Insel des, nach der etwa 15
km südwestlich gelegenen Nachbarinsel benannten, Samui Archipels (Muu
Ko Samui), zu dem noch etwa 60 weitere Inseln gehören; darunter Ko Tao,
Ko Nang Yuan und die rund 40 Inseln des Ang Thong Nationalparks (Schauplatz
des Romans "The Beach", aber nicht Drehort des Films). Direkt vor
der Küste Ko Phangans liegen eine Reihe sehr kleiner (ca. 1 km²
und kleiner) unbewohnter Inseln, wie Ko Tae Nok und Ko Tae Nai im Westen, Ko
Maa im Nordwesten oder Ko Kong Than Sadet im Osten.
Das Landesinnere ist großteils gebirgig und von Urwald und teils von
Sekundärwald bedeckt. Höchster Berg ist der 635 m hohe Khao Ra im
Norden der Insel.
Hauptstadt und wichtigster Hafen ist Thong Sala (ท้องสาลา).
Folgende regelmäßige Fährverbindungen bestehen:
von Thong Sala zur Provinzhauptstadt Surat Thani am Festland,
von Thong Sala zur nördlichen Nachbarinsel Ko Tao und
von Thong Sala nach Na Thon sowie Mae Nam auf Ko Samui
von Haad Rin nach Bo Phut (Ko Samui).
Einwohner
Die Hälfte der etwa 10.000 Einwohner lebt in Thong Sala. Der Rest
verteilt sich auf die etwa 15 meist an der Küste liegenden Dörfer.
Die Bevölkerung besteht zu rund 90 % aus Thai, die Anhänger des im
kontinentalen Südostasien weit verbreiteten Theravâda-Buddhismus
sind.
Daneben gibt es in der Hauptstadt eine chinesische Gemeinschaft, großteils
Nachfahren von zu Beginn des 20. Jahrhunderts von der Insel Hainan
zugewanderten Fischern, und im Dorf Ban Tai, im Südwesten der Insel,
eine kleine muslimische Gemeinde.
Wirtschaft und Tourismus
Wie auf der größeren Schwesterinsel Ko Samui waren die
Bewirtschaftung von Palmenplantagen und der Fischfang traditionell die
wichtigsten Wirtschaftszweige. Sie sind auch heute noch, nach dem Tourismus,
die größten Einnahmequellen. Exportiert wird vor allem das aus
den Kokosnüssen gewonnene Kopra. Außerdem werden aus den Fasern
der Nüsse Matten gemacht, das Holz als Baumaterial und zur Herstellung
von Alltagsgegenständen genutzt und immer noch häufig die Blätter
zum Decken von Häusern verwendet. Ein weiteres landwirtschaftliches
Produkt der Insel ist Kautschuk.
Seit den 1980ern nimmt der Tourismus auch auf Ko Phangan stetig zu. Nachdem
Samui bereits weitgehend für den Tourismus erschlossen worden war,
insbesondere nach der Eröffnung des dortigen Flughafens, suchten viele
der Fernreisenden, die zuvor die, im Vergleich zu anderen touristischen
Zielen der Region (z. B. Phuket, Bali), sehr ruhige und beschauliche Atmosphäre
Samuis genossen hatten, eine Alternative - und fanden sie in der
unwegsameren Nachbarinsel Phangan. Die Strände der Ostküste, wo
die Berge oft bis ans Meer reichen, sind immer noch zum Großteil nur
mit den traditionellen Langbooten der Fischer, die hier auch als Wassertaxis
dienen, erreichbar. Nur an zwei Stellen, bei Haad Sadet und den beiden
Teilen des Thong Nai Pan Strandes, bestehen, mehr oder weniger befestigte,
Straßenverbindungen zur Hauptstraße an der Westseite der Insel.
Neben der Inselhauptstadt entwickelt sich zusehends der, nahe der Südspitze
Phangans (Haad Rin) gelegene, Ort Hat Rin zum touristischen Zentrum der
Insel. Vor allem in den Tagen unmittelbar vor und nach Vollmondnächten
treffen sich hier monatlich junge Reisende und DJs aus aller Welt zur Full
Moon Party. Ihren Anfang nahm die Full Moon Party Ende der 1980er-Jahre.
Heute kommen in der Hauptsaison von Dezember bis Februar über 10.000
Raver zusammen, um vor allem am Strand von Hat Rin Nok, der östlichen,
dem Sonnenaufgang zugewandten Seite der Landenge, bis zum Sonnenaufgang zu
feiern. Die Full Moon Party ist immer noch bekannt für den hohen
Drogenkonsum vieler Besucher, was in Thailand mit empfindlichen Strafen
bedroht ist und wogegen während der Party, auch mit Fahndern in zivil,
seit Beginn des 21. Jahrhunderts verschärft vorgegangen wird. Da im
buddhistischen Thailand oftmals religiöse Feiertage mit Vollmondnächten
zusammenfallen, solche Partys sind an diesen Tagen nicht gern gesehen, Sie
finden deshalb mitunter in einer Nacht kurz vor oder nach dem tatsächlichen
Vollmond statt.